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Der Name
 
Horst, in der älteren Fassung Hurst oder Harst, ist ein alter sächsischer Siedlungsname, der 'abgeholzter Wald mit Gestrüpp', 'Haufen von Buschwerk' oder 'Reisig' bedeutet. In der Jägersprache ist der Horst das aus Reisig zusammengesetzte Nest von Raub- und Rabenvögeln. Horstmann bedeutet demnach 'der auf dem Horst, d.h. im Busch, am Waldrand Wohnende'. Wer im ausgehenden Mittelalter einen solchen Hof bewirtschaftete, erhielt den Hofnamen tor Horst, der im 15. Jahrhundert zu dem Familiennamen zur Horst, von der Horst oder Horstmann wurde.
 

 
Die Stammfolge
 
Der Familienname ist im rheinischen, westfälischen und norddeutschen Raum weit verbreitet. Nach den bisherigen genealogischen Forschungen sind 4 größere Stämme erkennbar, ohne dass bisher Zusammenhänge nachgewiesen werden konnten:
  • Der  E m s l ä n d i s c h e  Stamm entstammt dem heute noch bewirtschafteteten alten Bauernhof "die Horst" zu Waldhöfe bei Sögel im Hümmling im Emsland.
    Hier ist der älteste Namensträger ermittelt worden (um 1480-1540).
     
  • Der  H o l s t e i n i s c h e  Stamm zu Sarau bei Ahrensbök in Holstein.
     
  • Der Stamm  i n  u n d  u m  B r e m e n , Schiffseigner und Seeleute zu Ritzenbüttel, Lemwerder und Bremen.
     
  • Der  P a d e r b o r n e r  Stamm, nach dem ersten ermittelten Namensträger benannt.

 
Die frühesten Zeugnisse
 

Als ältester Namesträger ist ein Johannis de Horst nachgewiesen, ein Lehnträger des Frauenklosters Freckenhorst bei Warendorf, um 1300 auf Gut Vernhof. Nach einer Urkunde vom 20. Juni 1305 hat die Äbtissin der Frau Beatrix des Johannis de Horst bestimmte Naturalien überlassen und ihr ein Haus gebaut.

In einem Heberegister des Klosters ist Ende des 14. Jahrhunderts ein Horstemann aufgeführt.

Ab 1500 wurden in Warendorf 31 Männer und Frauen namens Horstmann eingebürgert, meist Freigelassene des Klosters Freckenhorst.

Ein Schulte names Clawes Horstmann wird 1471-1486 im Stadtbuch von Neuhaldensleben genannt.

In den Matrikeln der Universitäten und Akademien von Rostock, Helmstedt, Leibzig, Heidelberg, Marburg, Herborn und Göttingen sind zwischen 1420 und 1656 insgesamt 12 Studierende namens Horstmann eingetragen.

 
 

 

[ © 2002   bernhard horstmann,   letzte Aktualisierung:  10.02.2002 ]

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